Juni 6, 2024

Esther von unserer Partnerorganisation Rotom berichtet:

„Die Trockenzeit von Juni bis August hat gerade begonnen. Die Menschen bereiten ihre Gärten für die nächste Regenzeit vor. Nach der Ernte werden die Felder umgegraben und das Unkraut entfernt, damit alles gut wachsen kann, wenn in der kommenden Regenzeit neu gesät und gepflanzt wird. Sollte es zu trocken werden, können einige ihre Pflanzen bewässern, um das Wachstum zu unterstützen. Die getrocknete Ernte wird nun in der Sonne getrocknet, vor allem Mais, Kaffeebohnen, Bohnen, Erdnüsse, Reis und Sojabohnen.

Die Lebensmittelpreise in Uganda bleiben weiterhin hoch. Eine Familie kann in ihrem Garten Bohnen, Maniok und Süßkartoffeln anbauen, aber für eine ausgewogene Mahlzeit fehlen oft Tomaten, Zwiebeln und Speiseöl. Im Durchschnitt benötigt man etwa 8.000 Schilling (ca. 1,90 €) pro Tag. Menschen ohne eigenen Garten, die alle Lebensmittel kaufen müssen (meist auf dem offenen Markt, da es dort günstiger ist als im Laden), brauchen rund 18.800 Schilling pro Mahlzeit (ca. 4,50 €). Viele greifen nun auf Brot zurück, das günstiger ist – ein großer Weißbrotlaib kostet 6.000 Schilling (ca. 1,43 €).

Aus dem Stadtplanungsamt für den Großraum Kampala (die Hauptstadt Ugandas) hört man, dass 30 weitere Verkehrsampeln installiert werden sollen, um das Verkehrschaos an den Kreuzungen zu reduzieren. Ohne klare Regelungen fahren die Fahrzeuge einfach auf die Kreuzung zu, wobei das größte Auto gewinnt. Jede kleine Lücke wird dann zum Weiterfahren genutzt.

Die Mietpreise sind ebenfalls gestiegen. Viele können sich nur ein oder zwei Zimmer leisten. Ein Haus in und um Mukono mit einem Zimmer kostet zwischen 80.000 und 300.000 Schilling (ca. 19-72 €). Ein Haus mit zwei Zimmern kostet bis zu 400.000 Shilling (ca. 96 €). Die Preise variieren je nach Bauweise (Lehm- oder Ziegelhaus) und Lage (ländlich, städtisch, Slum oder bessere Wohngegend).

Fließendes Wasser im Haus ist auf dem Land sehr selten. Die Menschen holen es aus Quellen, Brunnen oder Wassertanks am Haus. In den Städten gibt es Häuser mit fließendem Wasser, das von der ugandischen Wasserwirtschaft betrieben wird. Der aktuelle Wasserpreis beträgt 12.200 Schilling (ca. 2,90 €) pro Monat.

Die Ugander brauchen Taxis und Busse um zur Arbeit oder Schule zu kommen und Freunde und Familie zu treffen. Eine Fahrt mit dem Bus kostet rund 5000 Shl (= 1,20 €) von Kampala nach Mukono (ca. 30 km). Motorradtaxis werden gern genommen, sie sind zwar unbequemer und unfallgefährdeter, dafür aber billiger und im Stau wendiger und daher schneller am Ziel.

Im Moment haben wir in Uganda einen Ausbruch von Bindehautentzündung im Großraum Kampala, v. a. in Schulen und besonders stark in Internaten. Bindehautentzündung wird durch Viren ausgelöst und kann ansteckend sein.

Viele liebe Grüße aus Mukono von Esther“

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