Patenschaft übernehmen: Was bedeutet es, im Alter auf Unterstützung angewiesen zu sein

– und gleichzeitig Teil einer liebevollen Gemeinschaft zu bleiben? Stephanos Geschichte gibt darauf eine eindrucksvolle Antwort.

Stephano lebt mit seiner Frau und seinen Enkeln in Uganda. Als ruhiger und besonnener Mann ist er fest in seiner Familie und Nachbarschaft verankert. Auch wenn ihm im Alltag oft die Kraft fehlt, ist er dankbar für das, was er hat – und für die Menschen, die ihn begleiten.

Sein Glaube ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Als katholischer Christ besucht er gelegentlich den Gottesdienst, wenn es seine Kräfte zulassen. Oft betet er zu Hause – für sich selbst, für seine Familie und für andere Menschen. Da er nicht lesen kann, unterstützen ihn seine Enkel, indem sie ihm aus der Bibel vorlesen.

Besonders geschätzt hat Stephano die Treffen der ROTOM-Seniorengruppen, an denen er so lange wie möglich teilgenommen hat. Dort wurde gemeinsam gesungen, gebetet und gelacht. Gleichzeitig erhielt er wertvolle Informationen zu Gesundheit und Alltag – und konnte sich mit anderen austauschen.

Heute ist Stephano körperlich geschwächt. Altersbedingte Schmerzen erschweren ihm die Bewegung, sodass er auf die Unterstützung seiner Familie angewiesen ist. Seine Frau und seine Enkel übernehmen viele Aufgaben im Haushalt: Sie holen Wasser, sammeln Feuerholz und helfen bei der Versorgung des Hauses.

Trotz seiner Einschränkungen ist Stephano eingebunden in das Leben seiner Umgebung. Er verbringt Zeit mit seinen Nachbarn und beobachtet gerne die Kinder aus der nahegelegenen Schule beim Fußballspielen. Diese kleinen Momente bringen Freude in seinen Alltag.

Die Lebensbedingungen der Familie sind einfach. Ihr Haus besteht aus Lehm, das Dach ist alt und teilweise beschädigt. Die Küche ist in einem schlechten Zustand und bietet nur eingeschränkten Schutz. Dennoch ist das Zuhause gepflegt und ordentlich – ein Zeichen für den Stolz und die Würde der Familie.

Ein Lichtblick ist der kleine Garten:

Patenschaft für Stephano

Gemeinsam baut die Familie verschiedene Lebensmittel wie Bohnen, Mais, Süßkartoffeln und Gemüse an. Auch Obstbäume auf dem Grundstück liefern zusätzliche Nahrung. So gelingt es ihnen, sich zumindest teilweise selbst zu versorgen.

Unterstützung erhält Stephano durch regelmäßige Besuche von ROTOM-Mitarbeitenden und Freiwilligen. Sie begleiten ihn gesundheitlich, beten mit ihm und stehen seiner Familie zur Seite. Diese Besuche sind für ihn eine wichtige Stütze im Alltag.

Eine besondere Freude war für Stephano das Weihnachtsgeschenk im vergangenen Jahr: ein Radio. Dazu erhielt er unter anderem Seife, Hautöl und Batterien. Diese einfachen Dinge tragen dazu bei, seinen Alltag ein Stück angenehmer zu machen.

Eine Patenschaft übernehmen bedeutet, Menschen wie Stephano gezielt zu unterstützen. Es bedeutet, nicht nur materielle Hilfe zu leisten, sondern auch Würde, Gemeinschaft und Hoffnung zu stärken.

Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie nachhaltige Hilfe, die direkt bei den Menschen ankommt. Sie tragen dazu bei, dass ältere Menschen trotz schwieriger Lebensbedingungen ein würdevolles Leben führen können.

👉 Möchten Sie eine Patenschaft übernehmen und Stephano oder andere Senioren unterstützen?
Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir informieren Sie gerne über die Möglichkeiten.

Denn jeder Beitrag kann den Alltag eines Menschen spürbar verändern.

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